Paar- und Familienmediation

Die Paar- und Familienmediation umfasst viele Konstellationen, welche sich aus dem Konzept der Familie ergeben. Diese Liste ist nicht vollständig, sondern dient der Verbildlichung.

Paarmediation

Hier finden Sie sich wieder, wenn Sie ein Paar sind und bestimmte Aspekte Ihres Zusammenseins regeln wollen. Dies kann ein Ehevertrag, finanzielle Regelungen, die Namensfindung bei einer Hochzeit, die Art des Zusammenlebens, Karriereentscheidungen oder die Sexualität betreffen. Manche Paare wenden eine Mediation präventiv an, um zu verhindern, dass ein Konflikt eskaliert oder überhaupt erst entsteht. Der Ehevertrag ist dafür wohl das beste Beispiel.

Elternmediation

Als Eltern sind Sie in der Situation, dass Sie Ihre Kinder im Leben begleiten dürfen, aber auch müssen. Sie müssen Entscheidungen fällen immer in der Annahme, dass es das Beste für Ihr gemeinsames Kind ist. Nur können die Vorstellungen von „dem Besten“ sehr unterschiedlich sein. Schlafen, Essen, Religion, Kindergarten, Gesundheit, Verantwortlichkeiten – all diese Themen sind dazu geeignet, zu scheinbar unlösbaren Konflikten zu führen.

Nach-Scheidungsmediation

Es kommen nach der erfolgreichen Scheidung noch neue Themen hinzu, welche schwer zu diskutieren sind. Oder Sie haben bereits Regelungen getroffen und diese erweisen sich als nicht durchführbar. Beispiele dafür sind, wenn die Kinder älter geworden sind und sich neue Regeln für das Zusammenleben wünschen. Oder man eine Immobilie noch gemeinsam besitzt, nun aber der/die Ex-PartnerIn diese verkaufen möchte. Oder die/der ehemalige PartnerIn zieht ins Ausland mit den Kindern und dies führt zu einem Konflikt.

Patchworkfamilien

Patchworkfamilien sind geprägt von einem hohen Maß an Organisation und Flexibilität. Hier stellen sich Herausforderungen wie die Gestaltung des Zusammenlebens, Bedeutung der neuen PartnerInnen, Erziehungsfragen, Kontakt zu den ehemaligen Partnern, finanzielle Fragen und Klärung des Erbes.

Pflege- oder Adoptionsfamilie, Mediation in Inseminationsfamilien

All diesen Familien ist gleich, dass die biologische und soziale Elternschaft nur teilweise oder gar nicht mehr zusammenfallen. Die speziellen Herausforderungen sind, wie der Umgang zwischen Eltern und Kindern gestaltet werden kann. Wie kann der Kontakt zu den leiblichen Eltern gehalten und ausgestaltet werden? Welche Probleme ergeben sich zwischen den sozialen und biologischen Eltern? Wie kann die Finanzierung stattfinden?

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